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GREENCORNER

 
Auf dieser Seite werden wir regelmässig Neuigkeiten bezüglich Pflegemassnahmen und interessante Informationen aus der Welt der Greenkeeper präsentieren.


Heute zum Thema: Schnitthöhe

Bei Gesprächen unter Golfern wird häufig über Schnitthöhe und Geschwindigkeit der Greens gesprochen. Ich möchte an dieser Stelle gerne eine weit verbreitete Meinung korregieren.

Die Schnitthöhe ist nicht alleine für die Rollgeschwindigkeit verantwortlich. So hat zum Beispiel der sogenannte “Thatch” ebenfalls einen entscheidenden Einfluss. Als “Thatch” bezeichnet man die Verfilzung/ Verwachsung der Grünoberfläche. Dass heisst, je mehr Verfilzung desto langsamer rollt der Ball.
Leichtes Topdressing in Verbindung mit leichtem Vertikutieren beugt sehr gut vor Verfilzung vor und sorgt gleichzeitig für einen längeren Rollweg. Daher wundern Sie sich nicht, wenn sie gelegentlich Längsschnitte auf den Greens bemerken. Dies ist eine normale Pflegearbeit, um der Verpfilzung der Greens vorzubeugen.

Unsere Greens werden zur Zeit täglich auf eine Höhe von 2.5 mm gemäht.
Natürlich muss ausserdem bedacht werden, dass bei den derzeitigen Temperaturen, das Gras extrem schnell wächst und die Greens am Nachmittag deutlich langsamer sind als Morgens nach dem Mähen.

Anmerkung: Die Tees schneiden wir zur Zeit auf eine Höhe von 9 mm, die Fairways auf eine Höhe von 12 mm und das Rough auf 3.5 cm.  

GREENS GOLF CLUB NOVO SANCTI PETRI.-

Zuerst wurden die Greens mit Agrostis estolonifera der Sorte Penncross gesät, welche in den 80er Jahre die bekannteste Sorte war.  

Im laufe der Zeit wurden die Greens mit einem anderen sehr rustikal, robust und niedrig gemähten Gras ersetzt, welches eine grosse Menge Samen von poa annua produzierte. Dieses Phänomen passierte auf allen Greens der Welt. Die Pflanze poa annua ist in den Greens gesät und steht im Wettbewerb zu Penncross. In diesem Fall waren die Greens 100% Pencross, doch mit der Zeit wurden 80 – 90% poa annua.

In den Monaten Juli und August leideten nur die poa annua Greens an der Krankheit Antracnosis, produziert von der colletotrichum grarninicola oder collecotrichum cereale. Diese Krankheit war schwer zu heilen, da die derzeit auf dem Markt erhältlichen Chemikalien im Bezug auf die Heilung oder Ausrottung dieser Krankheit nicht gut waren. Die einzige Lösung bestand darin, die Belastung der Krankheit durch die Arbeit des Greenkeepers zu verringen. 



Jahr 2005. Greens des Golfplatzes Novo Sancti Petri, welche von Antracnosis betroffen sind.


Der grösste Anteil der Greens bestand aus poa annua und enthielt deshalb praktisch keine Pflanzen. Dies passiert jedes Jahr, vor allem im Sommer bei hohen Temperaturen, wenn die Bedinungen für die Entwicklung von poa annua verringerd werden.

Aus diesem Grund dachte man, dass es die einzige Lösung sei, eine neue Sorte von Agrostis einzuführen, welche nicht von dieser Krankheit betroffen war und zudem mit poa annua konkurrierte.

Diese neue Sorte, genannt Penn A-1, ist die neue Generation der späten 90er Jahre und Anfangs 2000. Sie ist viel stärker als Penncross und kann mit der poa annua konkurrieren. Der Grund dafür ist, dass die neue Sorte mehr als doppelt so viele Kleinpflanzen besitzt, als Penncross. Früher besassen die Greens 1850 Kleinpflanzen/dm2 und durch die Penn A-1 besitzen sie heute 4000 Kleinpflanzen/dm2.

Dies ist der Grund, weshalb wir uns für Penn A-1 entschieden haben. Die Umsetzung erfolgte Schritt für Schritt, damit der Platz die ganze Zeit hindurch bespielbar war.

Bei der Umsetzung, mussten wir einiges beachten, welches sich schlussendlich auf die Erwartung und den Zustand der Greens ausübte. Was wir versuchten, behinderte den Wachstum der poa annua und wir profitierten somit vom Wachstum der Penn A-1. Die Arbeiten mussten jedoch im Sommer durchgeführ werden, da sich die Penn A-1 im Winter kaum entwickeln kann.

Heute, ist uns die Beseitigung der poa annua, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, unmöglich. In der Tat ist es an den Universitäten für die Studie von Gras, eines der häufigst besprochenen Themen.

Im Bezug auf die Planung gab es in den folgenden Punkten Änderungen: düngern der Greens, behandlungen der Greens, sanden der Greens etc.

Dies ist der Hauptgrund, warum die Greens im laufe der Jahre eine so hohe Dichtung der Pflanzen bekahmen. Damit die Greens immer in einem Top Zustand sind, braucht es ein Mittelmass zwischen einer zu hohen und einer zu niedrigen Dichtung der Pflanzen.

Zufriedenstellend war, dass wir die Greens der Anlage, ohne den Golfplatz zu schliessen behandeln konnten und sie während der meisten Zeit des Jahres in einem sehr guten und bespielbaren Zustand waren.


Miguel Ángel Merchán González

Ingeniero Técnico Agrícola


Asesor de Campos de Golf


SANDEN DER GRÜNS:

Runde A

Runde B

Runde C




Golf Novo Sancti Petri S.A., Urb. Novo Sancti Petri, s/n - 11130 Chiclana de la Frontera (Cádiz) SPAIN
Telf: (+34) 956 494 005 - Fax: (+34) 956 494 350 - Email: reservas@golf-novosancti.es / sales@golf-novosancti.es / academy@golf-novosancti.es


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